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Aphorismen

Ich liebe kleine Sinnsprüche. Sie regen zum Nachdenken an, machen Mut oder geben einem Kraft.

Viel Spaß und Freude beim Lesen.

 


31. Juli 2019, 23:41

Klatsch & Tratsch

Wer nicht bereit ist nicht nur das Ross, sondern auch den Reiter zu nennen, sollte dann wenigstens das Geschwafel für sich behalten.
Wem der angebliche Schutz des Reiters wichtiger erscheint als die Klarstellung, der sollte sich dann aber doch die Frage stellen, ob er nicht besser im „closest family circle“ des Reiters aufgehoben ist.

Immerhin ist dieser Klatsch und Tratsch nichts anderes als ein Schuldspruch, der in Abwesenheit des Nicht-einmal-Angeklagten hinter verschlossenen Türen, ohne Verteidigungs- und Berufungsrecht, von einem voreingenommenen Richter verkündet wird. (Joseph Roux)

Redakteur




28. Juli 2019, 22:02

Staatsmann oder Politiker

Georges Pompidou
Ein Staatsmann ist ein Politiker, der sich in den Dienst der Nation stellt. Ein Politiker ist ein Staatsmann, der die Nation in seinen Dienst stellt.

William Ewart Gladstone
Der Politiker denkt an die nächsten Wahlen, der Staatsmann an die nächste Generation.

Abraham Lincoln
Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.


Wie wahr, wie wahr.

Redakteur




17. Juni 2019, 00:06

Du bekommst was du erwartest

Das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeihung

Das Thomas-Theorem besagt, dass jedes menschliche Handeln reale Konsequenzen zur Folge hat, ganz gleich wie irreal die Situationsdefinition war, die zu der entsprechenden Handlung geführt hat. Es geht also um die Differenz zwischen subjektiver Wirklichkeit und objektiver Realität. Diese sozialpsychologische These wird auf die amerikanischen Soziologen Dorothy Swaine Thomas und William Isaac Thomas zurückgeführt:

„Wenn die Menschen Situationen als wirklich definieren, sind sie in ihren Konsequenzen wirklich.
If men define situations as real, they are real in their consequences
I. THOMAS UND D. S. THOMAS

Merton beschrieb das Phänomen wie folgt:
“The self-fulfilling prophecy is, in the beginning, a false definition of the situation evoking a new behavior which makes the original false conception come true. This specious validity of the self-fulfilling prophecy perpetuates a reign of error. For the prophet will cite the actual course of events as proof that he was right from the very beginning.”

„Die selbsterfüllende Prophezeiung ist anfänglich eine falsche Bestimmung der Situation, sie verursacht aber ein neues Verhalten, das bewirkt, dass die ursprünglich falsche Auffassung richtig wird. Die vordergründige Gültigkeit der selbsterfüllenden Prophezeiung führt eine Herrschaft des Irrtums fort. Denn der Prophet wird den tatsächlichen Gang der Dinge als Beweis dafür anführen, dass er von Anfang an recht hatte.“

Redakteur




08. Mai 2019, 21:21

Leben

Lachen kann man, wenn man den Humor seines Gegenübers versteht, selbst im dunkelsten Kellerloch. Und ob man sich in einer Wohnung wohl fühlt und unbeschwert sein kann, hängt nicht von der Wohnsituation oder die Einrichtung ab, sondern in erster Linie von dem Mensch der in dieser Wohnung lebt, in welcher Beziehung man zu dieser Person steht und welche Gefühle man zu dieser Person hat.

Redakteur




02. April 2019, 22:22

Geschenke

Das wahre Geschenk besteht nicht in dem, was gegeben oder getan wird, sondern in der Absicht des Gebenden oder Handelnden.
Lucius Annaeus Seneca

Wenig oder viel sind wandelbare Begriffe. Sie sind genauso wandelbar wie Geschenke, je nachdem sie der Gebende oder der Empfangende betrachtet
Dschuang Dsi

Das Schenken macht das Geschenk.
© Manfred Hinrich

Die nichts geschenkt haben wollen, empfinden jedes noch so gut gemeinte Geschenk als Demütigung.
© Ernst Ferstl

Wir leben in einer Welt, in der man Wohltätern nicht dankt, sondern prüft, ob sie beim Schenken einen Formfehler gemacht haben, damit man sie auf Schadenersatz verklagen kann.
© Peter Hohl

Wer die Leute nach dem Wert ihrer Geschenke beurteilt, ist dumm.
Lü Bu We

Viele Geschenke, die wir erhalten, würden einem anderen Freude machen.
© Waltraud Puzicha

Redakteur




02. April 2019, 21:42

Kinderfotos im Netz

Verschmiert im Gesicht, nackt auf dem Topf, glasige Augen nach dem Wutanfall: Manche Eltern posten solche Fotos ihrer Kinder im Netz. Eine Fotokampagne soll uns zum Nachdenken bringen, welche Bilder wir von Kindern besser nicht posten sollten.

Die Bloggerin Toyah Diebel hat sich die Kampagne #DeinKindAuchNicht ausgedacht. Sie unterscheidet für sich verschiedene Kategorien von Bildern. Die einen sind die, die Motive ähnlich ihrer Kampagne zeigen. Bei einer anderen Kategorie hat sie aber noch größere Bedenken. Im Gespräch mit SWR3 sagt sie: Bilder, die ich eindeutig am problematischsten finde, Bilder die in den sexuellen Kontext gezogen werden könnten. Es gibt einfach Bilder von nackten Babys und Kindern, die wir vielleicht süß finden. Es gibt aber Leute auf diesem Planeten, die finden diese Bilder mehr als nur süß. Da sollten wir drüber nachdenken.

Auch dass Eltern das Sorgerecht haben und die Erziehungsberechtigten sind, ist für Toyah Diebel kein Argument. Sie sieht Beratungsbedarf bei Eltern:

„Vielen Eltern ist gar nicht bewusst, dass ein Kind kein Gegenstand ist, mit dem man machen kann, was man gerne möchte. Ein Kind hat trotzdem Rechte. Auch wenn die Eltern die Erziehungsberechtigten sind. Dieses Kind wird auch irgendwann mal erwachsen sein und sich über seine Rechte bewusst sein und dann „Prost Marie“, was dann die Kinder machen werden.“
Persönlich würde sie keine Fotos ihres Kindes posten. Auch nicht von hinten, auch nicht mit einem Smiley auf dem Kopf. Für sie gilt: Wer der Meinung ist, dass er sein Kind unbedingt posten muss, sollte sich folgende Fragen stellen:

Warum poste ich dieses Bild? Was ist der Mehrwert, was ist mein Antrieb?
Gibt es vielleicht eine Person auf dieser Welt, von der ich nicht möchte, dass sie dieses Bild sieht?
Warum möchte ich dieses Bild mit fremden Menschen teilen? Wer kann das überhaupt alles sehen?
Das Wichtigste von allem: Ist die Privatsphäre meines Kindes auf diesem Bild geschützt? Wenn das nicht der Fall ist, dann hat dieses Bild im Internet nichts verloren.

Toyah Diebel

Wer Fotos seiner Kinder ins Internet stellt, sollte ein paar Regeln beachten, die das Deutsche Kinderhilfswerk empfiehlt:
1. Bezieht die Kinder immer ein. Ist das Kind dafür zu klein, muss das Foto noch
warten.
2. Vermeidet, das Gesicht des Kindes zu zeigen.
3. Personenbezogene Daten vermeiden: keine Namen, keinen Wohnort, auch
nicht den Namen des Kindergartens nennen.
4. Überlegen: Wäre das ein Bild, das ich auch von mir selbst ins Internet stellen
würde. Keine peinlichen, unangenehmen oder unangemessenen Situationen
zeigen.
5. Regelmäßig die Privatsphäre-Einstellungen überprüfen, damit man ggf.
Änderungen mitbekommt.


#DeinKindAuchNicht: Kampagne gegen Kinderfotos im Netz

Redakteur




29. März 2019, 22:01

Fortschritt oder Rückschritt - beides ist Entwicklung

Ich bin gar nicht gerne der erste im Stau geschweige denn eine Entwicklungsbremse oder gar Auslöser einer Rückentwicklung. Wer könnte auch schon verantworten, dass Menschen sich rückentwickeln? Nur ein absoluter Egoist könnte dies.

Es gibt den Augenblick in dem sich Intimität in Fremdheit zurückentwickelt. Und der Mensch, der Teil des Lebens war sich wieder in die Menge einreiht und zum Fremden wird.
Anna Stothard in “Die Kunst, Schluss zu machen”

Redakteur




12. März 2019, 23:33

Dummheit

Dummheit verdrängt, ignoriert, streitet ab.

© Stefan Rogal

Dies ist wahrscheinlich auch der Grund warum klar erkennbare Grenzen nicht gesehen bzw. akzeptiert werden. Und man der irrigen Meinung ist, alles sagen können zu müssen, was man so sagen will .

Dummheit ist in gewissem Maße eine Art Bildung! Das beweist die Einbildung.

© Erhard Horst Bellermann

Redakteur




12. März 2019, 23:12

Das Maß ist voll!

Es geht nicht mehr um die Frage des Maßes, sondern um drastische Reduktion.

© Andrea Mira Meneghin

Redakteur




28. Februar 2019, 17:58

Mein Zuhause

Das Zuhause ist keineswegs der einzige zivilisierte Ort in einer abenteuerlichen Welt, sondern der einzige unzivilisierte in einer Welt der Zwänge und Pflichten.

Gilbert Keith Chesterton

Redakteur



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